Ostern 2018

Einfahrt verboten?

Im Gegenteil: Raus aus der Routine!

Stopp! Roter Hintergrund, weißer Querbalken. Alles klar: Einfahrt verboten! Dieses Schild ist ein internationales Symbol; jeder kennt es, ob Fahrer oder bekennender Fußgänger. Hier geht’s nicht weiter, hier ist kein Durchkommen.

Aber Moment mal: roter Hintergrund, weißer Querbalken – schwarze Hand, weißer Nagel, rotes Blut?! Das passt doch gar nicht dazu, das ist doch was ganz anderes! – Auch das ist ein internationales Symbol, das zumindest jeder Christ kennt, und selbst dem allerletzten Atheisten kann die Kirche im Hintergrund noch einen hilfreichen Hinweis geben: Das ist doch die linke Hand Christi, genagelt an den Querbalken des Kreuzes!

Der französische Streetart-Künstler Clet Abraham, der seit einigen Jahren in Florenz lebt, macht – meist unerlaubt, aber geduldet – kleine künstlerische Eingriffe in den öffentlichen Raum. Mit seinen beklebten Straßenschildern in Florenz, Rom, Neapel, Mailand, Assisi, Paris oder auch Berlin überrascht er die Bürger und Besucher der Metropolen und verpasst ihnen bisweilen kleine Denkzettel. Er will die Autofahrer und nicht nur sie herausreißen aus der Routine. „Man weiß ja aus der Verkehrspsychologie, dass häufiger Unfälle passieren, wenn alles zu routiniert läuft und man deswegen die Konzentration verliert“, erklärt der Künstler in einem Interview.

Das Rausreißen aus der Routine, das ist ihm gelungen: zumindest bei einem Passanten, der das Schild des Anstoßes in Rom fotografiert hat.

Wie dieses Augenöffner-Bild uns herausreißt aus der alltäglichen Sehgewohnheit, so reißt der Karfreitag uns Sonntagschristen aus der Glaubensgewohnheit heraus: Stopp! Der Kreuzesbalken, die Hand, der Nagel, das Blut! Hier geht’s nicht weiter, über dieses Symbol des Anstoßes muss ich erst einmal nachdenken. Was ist der Karfreitag für mich? Was ist das für ein Gott, der seinen Sohn für uns Menschen in den Tod schickt?

Zweifel befallen mich. Ich denke an die Toten, die wir in diesem Jahr beerdigt haben. Ich denke an all die Anschläge und Unglücke, an Machthaber, die ganze Völker ins Elend treiben und die Welt von einer in die nächste Krise stürzen. Ist dieser Glaube nicht doch nur eine Vertröstung gegen alles Leid auf der Welt? Wofür solches Leid? Wofür der Tod am Ende eines jeden Lebens? Hier stoße ich mit meinem Verstand an ein Ende: Einfahrt verboten! Hier geht es nicht weiter.

Zu glauben und nicht zu wissen ist eine Herausforderung und manchmal eine Qual. Das ist die Dunkelheit des Karfreitags. Glauben ist das Wissen des Herzens. Am Karfreitag schweigt mein Herz in Schockstarre. Die Routine ist raus. Ich muss mich auf den Kern meines Glaubens neu konzentrieren.

Nach dem Karfreitag aber kommt Ostern. Ich muss den glaubenden Blick auf Ostern fokussieren, von dort auf den Karfreitag blicken, von der Auferstehung auf den Tod; von etwas, vom dem ich nichts weiß, auf etwas, das ich sicher weiß – das ist nicht leicht. Dass es dennoch geht, das nennt man Hoffnung.

Vielleicht zeigt dieses Schild ja die Kehrseite einer Einbahnstraße. Wo ich nicht durchkomme, nicht weiterkomme, da kommt mir einer entgegen! Und dafür schlägt mein Herz.

Einfahrt verboten? –
Im Gegenteil: Raus aus der Routine!

Stopp! Roter Hintergrund, weißer Querbalken. Alles klar: Einfahrt verboten! Dieses Schild ist ein internationales Symbol; jeder kennt es, ob Fahrer oder bekennender Fußgänger. Hier geht’s nicht weiter, hier ist kein Durchkommen.

Aber Moment mal: roter Hintergrund, weißer Querbalken – schwarze Hand, weißer Nagel, rotes Blut?! Das passt doch gar nicht dazu, das ist doch was ganz anderes! – Auch das ist ein internationales Symbol, das zumindest jeder Christ kennt, und selbst dem allerletzten Atheisten kann die Kirche im Hintergrund noch einen hilfreichen Hinweis geben: Das ist doch die linke Hand Christi, genagelt an den Querbalken des Kreuzes!

Der französische Streetart-Künstler Clet Abraham, der seit einigen Jahren in Florenz lebt, macht – meist unerlaubt, aber geduldet – kleine künstlerische Eingriffe in den öffentlichen Raum. Mit seinen beklebten Straßenschildern in Florenz, Rom, Neapel, Mailand, Assisi, Paris oder auch Berlin überrascht er die Bürger und Besucher der Metropolen und verpasst ihnen bisweilen kleine Denkzettel. Er will die Autofahrer und nicht nur sie herausreißen aus der Routine. „Man weiß ja aus der Verkehrspsychologie, dass häufiger Unfälle passieren, wenn alles zu routiniert läuft und man deswegen die Konzentration verliert“, erklärt der Künstler in einem Interview.

Das Rausreißen aus der Routine, das ist ihm gelungen: zumindest bei einem Passanten, der das Schild des Anstoßes in Rom fotografiert hat.

Wie dieses Augenöffner-Bild uns herausreißt aus der alltäglichen Sehgewohnheit, so reißt der Karfreitag uns Sonntagschristen aus der Glaubensgewohnheit heraus: Stopp! Der Kreuzesbalken, die Hand, der Nagel, das Blut! Hier geht’s nicht weiter, über dieses Symbol des Anstoßes muss ich erst einmal nachdenken. Was ist der Karfreitag für mich? Was ist das für ein Gott, der seinen Sohn für uns Menschen in den Tod schickt?
 
Zweifel befallen mich. Ich denke an die Toten, die wir in diesem Jahr beerdigt haben. Ich denke an all die Anschläge und Unglücke, an Machthaber, die ganze Völker ins Elend treiben und die Welt von einer in die nächste Krise stürzen. Ist dieser Glaube nicht doch nur eine Vertröstung gegen alles Leid auf der Welt? Wofür solches Leid? Wofür der Tod am Ende eines jeden Lebens? Hier stoße ich mit meinem Verstand an ein Ende: Einfahrt verboten! Hier geht es nicht weiter.

Zu glauben und nicht zu wissen ist eine Herausforderung und manchmal eine Qual. Das ist die Dunkelheit des Karfreitags. Glauben ist das Wissen des Herzens. Am Karfreitag schweigt mein Herz in Schockstarre. Die Routine ist raus. Ich muss mich auf den Kern meines Glaubens neu konzentrieren.

Nach dem Karfreitag aber kommt Ostern. Ich muss den glaubenden Blick auf Ostern fokussieren, von dort auf den Karfreitag blicken, von der Auferstehung auf den Tod; von etwas, vom dem ich nichts weiß, auf etwas, das ich sicher weiß – das ist nicht leicht. Dass es dennoch geht, das nennt man Hoffnung.

Vielleicht zeigt dieses Schild ja die Kehrseite einer Einbahnstraße. Wo ich nicht durchkomme, nicht weiterkomme, da kommt mir einer entgegen! Und dafür schlägt mein Herz.

Unsere Hauptgottesdienste in der heiligen Woche

Sonntag 25.03.2018 – PALMSONNTAG
9.00 Uhr Segnung der Palmzweige auf dem Viktualienmarkt – anschließend feierliche Prozession zur Pfarrkirche St. Maximilian – dort Wortgottesdienst und Eucharistiefeier

Donnerstag 29.03.2018 – GRÜNDONNERSTAG
19.00 Uhr Abendmahlsmesse anschließend Ölbergwache und stille Gebetsstunde beim Allerheiligsten

Freitag 30.03.2018 – KARFREITAG
15.00 Uhr Feier vom Leiden und Sterben Christi
Der Chor singt Motetten zum Karfreitag

Samstag 31.03.2018 – KARSAMSTAG
21.00 Uhr Feier der Osternacht
(Segnung des Osterfeuers vor dem Haupteingang, Lichtfeier, Wortgottesdienst, Tauffeier, Eucharistiefeier, Speisensegnung)

Sonntag, 1.4.2018 – HOCHFEST DER AUFERSTEHUNG DES HERRN
10.00 Uhr
(!!) OSTERHOCHAMT mit Speisensegnung
Der Chor singt die "Paukenmesse" von Jos. Haydn und das "Halleluja" von Händel

Montag 02.04.2018 – OSTERMONTAG
9.00 Uhr Hl. Messe
11.00 Uhr Hl. Messe
17.00 Uhr Abendmesse