Sommer 2017

Feriengedanken

4. August

Gedenktag des Hl. Johannes Maria Vianney (Pfarrer von Ars)

Eigentlich ist er ja ein aussichtsloser Fall,
als er 1786 als 4. von 6 Kindern einer ärmlichen Bauernfamilie am Vorabend der französischen Revolution geboren wurde. Trotz seiner Lese- und Schreibschwächen, des antireligiösen Klimas im Lande und der systematischen Unterdrückung der Christen will Johannes Maria Vianney aus Dardilly bei Lyon unbedingt Priester werden. Gerade diese hagere Gestalt, die sich mit dem Theologiestudium so ungeheuer schwer tut und zweimal das Schlussexamen vermasselt. Aus Gnade wird er wegen seiner herausragenden Frömmigkeit 1815 dann doch zum Priester geweiht.

Leute wie er werden natürlich abgeschoben und versteckt. Vianney kommt in ein gottverlassenes Dorf mit 250 Einwohnern, vier Kneipen und einer verwahrlosten Kirche nach Ars-sur-Formans. Doch hier endet keine unbedeutende Geschichte. Es beginnt ein richtig großes Werk. Mit bestechender Schlichtheit, einer aufrichtigen und aufreibenden Frömmigkeit, die keinen Beifall sucht, ungeheurem Fleiß und entwaffnender Ehrlichkeit erweckt er diesen Ort aus seiner Agonie. Absolut kompromisslos lebt dieses ausgezehrte Männlein die christliche Verkündigung, bleibt immer auf dem Boden und hütet sich davor, die Menschen zu verurteilen: „Man ist das, was man vor Gott ist, nicht mehr und nicht weniger!“ ist einer seiner Leitsprüche.

Er kämpft mit Depressionen, Zweifel und körperlichen Überlastungen, war alles andere als ein Superheld, aber er gibt nie auf. Die Menschen suchen ihn in Scharen auf, er sammelt Spenden, gründet eine Mädchenschule und ein Waisenhaus und entledigt sich seines ganzen Besitzes: „Mein Geheimnis ist einfach: Alles geben und nichts behalten.“ Der am 4. August verstorbene heilige Pfarrer von Ars ist natürlich ein Kind seiner Zeit, zeigt uns aber bis heute, wie jeder Mensch an seinem Ort ein wahrhaft gelehrter Zeuge sein kann oder wie er es ausdrückt: „Der Mensch hört lieber auf Zeugen als auf Gelehrte, wenn er aber Gelehrte hört, dann nur deshalb, weil sie Zeugen sind.“

Erholsame Ferien und frohe Zeugenschaft wünscht Ihnen

Ihr Rainer M. Schießler, Pfarradministrator

Kirchgeldsammlung in Heilig Geist

„Kirchgeld?? Seid Ihr verrückt geworden?“ rief kürzlich erstaunt jemand aus, „ich drück doch eh schon schön brav meine Kirchensteuer an Euch und dann soll ich noch einmal bezahlen? Ja wofür denn?“

Nein, es ist nicht selten, dass wir solche Reaktionen zu hören bekommen, wenn es um die jährliche Kirchgeldsammlung geht. Darum tut Aufklärung not!

Das Kirchgeld hat gar nichts mit der Kirchensteuer zu tun. Es ist im Gegensatz zur Kirchensteuer nun jetzt wirklich ein direkter Solidarbeitrag an unsere Pfarrei. Es beträgt 1,50 Euro pro Jahr (!!) und der gesamte Erlös der Kirchgeldsammlung geht an die Pfarrei, wird nicht weiter geleitet an das Ordinariat und kann somit direkt von der Pfarrei für ihre Projekte verwendet werden.

Daher verknüpfen wir die jährliche Kirchgeldsammlung mit der Bitte auch um eine Spende über den Kirchgeldbetrag hinaus. Schon viele Projekte, die wir sonst nicht bezuschusst und somit gestemmt bekommen hätten, konnten wir so eigenständig finanzieren in und um die Kirche herum.

Auch für all diejenigen, die gerne sagen, ich mag keine Kirchensteuer zahlen, ich gebe das Geld lieber meiner Pfarrei direkt, und dann aus der Kirche austreten, bietet die Kirchgeldsammlung genau diese Möglichkeit an.

Wer unsere Pfarrei kennt, weiß, dass wir niemals Wertungen und Abstufungen persönlicher Art vornehmen würden, wenn zu uns Menschen kommen, die unsere Kirche verlassen haben. Wir werben ums sie und fühlen uns für sie genauso verantwortlich. Auch ihnen geben wir so mit der Kirchgeldsammlung die Möglichkeit unsere Arbeit zu unterstützen.

Wir sagen daher jetzt ein ganz herzliches Vergelt´s Gott für jeden Solidarbeitrag und jede Spende!

Sie können diese in die Kirchgeldtüten in der Kirche unterbringen und uns zukommen lassen oder direkt auf unser Kirchenstiftungskonto der Pfarrei Heilig Geist überweisen (IBAN: DE 51 75090300 0002 1430 03 bei LIGA Bank München). Geben Sie bitte Ihre Adresse an und Sie erhalten von uns eine Spendenquittung (bis 200 Euro gilt der Überweisungsbeleg)

Ihre Kirchenverwaltung von Heilig Geist